DIGITAL ART
Durch künstliche Intelligenz wird die alte Vereinbarung der Fotografie „Ich war dort, ich habe es gesehen“ gebrochen. Das fotorealistische Abbild verliert seine Funktion als Beweis für die äußere Realität. Unser Blick darauf wird somit zunehmend von einer Generalskepsis geprägt.
Meine Arbeiten reagieren auf diesen Umbruch. Statt Analogien meiner inneren Bilder im fotografischen Erkunden der realen Welt wiederzufinden, versuche ich, visuelle Räume, die früher nur in meiner Vorstellung existierten, aktiv zu generieren.
Eigene Fotografien und Bildfragmente bilden das Fundament für einen Prozess, in dem das Bild über viele Transformationsschritte Schicht für Schicht entsteht. Ich nutze digitale Werkzeuge, um Bildelemente zu extrahieren, sie zu verändern und miteinander zu einem neuen Kontext zu verschmelzen. Hierbei baut jede gestalterische Entscheidung auf der vorherigen auf und folgt einer inneren Logik, die sich in der Auseinandersetzung mit meiner Vorstellung und den technischen Bedingungen und Unwägbarkeiten kontinuierlich entwickelt.
Dieses Prinzip der Dekonstruktion und der Synthese von Elementen inhaltlicher und materieller Gegensätzlichkeiten folgt meiner beständigen Vision der Zusammenführung von Methoden der Fotografie, der abstrakten Malerei und der autonomen Plastik.